Zum zweiten Mal vergab der Bremer Fußball-Verband (BFV) den BFV-Integrationspreis.

Die Mitgliedsvereine des BFV hatten die Möglichkeit, sich mit integrativen Projekten für den BFV-Integrationspreis zu bewerben. Das Motto „Zusammen zum Ziel“ drückt aus, worum es dem Verband bei diesem Preis geht. Nur als Gemeinschaft kann man erfolgreich sein. „Zusammen“ stehen in diesem Projekt auch der Bremer Fußball-Verband und sein Bundesligist, der SV Werder Bremen, der den Preis mit der Summe von 5.000,- Euro unterstützt. Amateure und Profis engagieren sich so gemeinsam.

„Mit dem BFV-Integrationspreis wollen wir neue integrative Projekte anstoßen, uns aber auch bei den Vereinen für die bisherige Integrationsarbeit bedanken. Auf und neben dem Platz wird schon viel in diesem Bereich geleistet, das zeigen nicht zuletzt die ausgezeichneten Projekte“, erläutert Björn Fecker, Präsident des Bremer Fußball-Verbandes. Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Präsident und Geschäftsführer des SV Werder Bremen, ergänzt: „Werder Bremen fördert die Integration, sie ist wichtiger Bestandteil unserer gelebten Vereinskultur. Gerade als Fußball-Bundesligist legen wir in Bremen großen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unserem BFV, um gemeinsam die integrative Arbeit im Fußball zu fördern und in der Gesellschaft weiter zu verankern.“

Mit dem ersten Platz und damit 3.000,- Euro wurde der TS Woltmershausen ausgezeichnet. Über den zweiten Platz und damit über einen Scheck über 2.000,- Euro durfte sich der TuS Komet Arsten freuen. Den dritten Platz, der mit jeweils 1.500,- Euro dotiert wurde, vergab die Jury gleich zwei Mal. Der ATSV Sebaldsbrück hat sich mit seinem Projekt „Sport für Geflüchtete“ zur Aufgabe gemacht, geflüchtete Menschen in den Verein und somit auch in den Stadtteil zu integrieren, um ihnen so zu einem sozialen Umfeld zu verhelfen. Dies wird natürlich in erster Linie durch sportliche Aktivitäten wie einen Lauftreff oder wöchentliche Fußballtrainings erreicht. Auch ein Hallentraining konnte der ATSV trotz knapper Hallenzeiten auf die Beine stellen und anbieten. Allerdings finden auch immer wieder Aktionen statt, die den Geflüchteten die Stadt Bremen näherbringen sollen. So wurde beispielsweise eine Führung durch das Weser-Stadion angeboten und mit großer Begeisterung angenommen. Doch Integration bedeutet für den ATSV nicht nur Projektarbeit, sondern auch Engagement im Alltag. Viele Vereinsmitglieder haben so beispielsweise Patenschaften für sozial schwache Familien mit Migrationshintergrund übernommen, damit diese am Fußballsport teilnehmen können.

 

Was bis jetzt passierte………

Wie im letzten Vereinsheft angekündigt hat der ATSV Sebaldsbrück von 1905 e.V. hat seit April 2016 mehrmals in der Woche Sportprogramme für die geflüchteten Menschen gestartet um seiner gesellschaftlichen Verpflichtung der Integration durch Sport nachzukommen.

Um die Kontakte mit den Unterkünften herzustellen und zu pflegen, sind mein Vorstandskollege Jens Westrop und ich in den letzten Monaten in mehreren Unterkünften gewesen und haben dort unser Angebot und unseren Verein vorgestellt.

Gestartet wurde mit einem wöchentlichen Lauftreff (dienstags 18:00 Uhr) der durch meinen Vorstandskollegen Jens Westrop durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden von Jens Westrop in ihren Unterkünften abgeholt und konnten

sich an einem Lauftreff der ihrer Kondition angepasst wurde teilnehmen.

Im Juni fanden an zwei Sonntagen Trainingseinheiten im Fußball statt. Hierfür hat sich unser Trainer Cakir Fikri (Wicky) zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön. Auch hier wurden die Teilnehmer von Jens Westrop ihren Unterkünften abgeholt und zum Sportplatz begleitet.

Seit August 2016 ist es uns gelungen ein wöchentliches Fußballtraining (dienstags 17:45-19:45 Uhr) anzubieten. Dafür gilt mein Dank unserer Fußballabteilung, dies dieses Training trotz sehr knapper Platzkapazität ermöglichen. Hier haben die Bewohner aller Einrichtungen die Möglichkeit teilzunehmen. Zum ersten Training wurden 17 Teilnehmer von mir Ihren Einrichtungen abgeholt.

Es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht.

Als 1 tägiges Projekt wurde eine Stadionführung im Bremer Weser Stadion organisiert. Diese war mit 25 Teilnehmern sehr gut besucht. Die Teilnehmer wurden von mir und meinem Vorstandskollegen Jens Westrop abgeholt und mit eigenen PKWs zum Stadion gefahren.

Dort gab es durch einen offiziellen Stadionführer eine spannende, interessante Führung durch das Bremer Weserstadion.

Anschließend haben wir das Wuseum (Museum Werder Bremen) besucht. Nach ca. 3 Stunden wurden alle Teilnehmer wieder „nach Hause“ gefahren

Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und es wurden interessante Fragen gestellt.

Herzlichst Ihre Andrea Singhal